Urlaub in der fernen Heimat
Entdecke die Regionen, in die viele Deutsche und Österreicher ausgewandert sind...


Historisch betrachtet gehörten Auswanderungswellen aus Deutschland und Österreich zu den prägendsten Bewegungen der europäischen Geschichte. Menschen zog es in ferne Länder, in denen sich neue Chancen, neue Landschaften und neue Lebensstile boten. In vielen Fällen fanden sie dort wenig Vertrautes vor – und doch gab es überraschend viel Vertrautes: vertraute Düfte, vertraute Gerichte, vertraute Rituale, die sich in dem Neuen wiederfinden ließen. In anderen Regionen wiederum wirkte die Neugier größer als die Bindung ans Gewohnte, und ganz neue Welten öffneten sich den Augen der Reisenden. Für Touristen heute wird daraus eine besonders reizvolle Mischung: Will man mehr erfahren als heiße Strände oder spektakuläre Städte, findet man in den Regionen der Auswanderungspfade Geschichten, die man an keinem anderen Ort so unmittelbar spüren kann.
Unternehmen wir eine Reise durch Regionen, in die früher viele Deutsche und Österreicher ausgewandert sind. Wir betrachten, was sie in diesen Regionen als Vertrautes vorfanden, was völlig neu für sie war, und warum sich eine Reise dorthin heute besonders lohnt.
Beginnen wir mit Nordamerika, einem Kontinent, der seit dem 18. Jahrhundert eine zentrale Rolle in der Geschichte deutschsprachiger Auswanderung spielte. In den Vereinigten Staaten und in Kanada gründeten sich mit Hilfe von Siedlern und neuen Gemeinschaften Orte, an denen man sich der eigenen Kultur nah fühlte – im Kleinen, im Alltagsleben, im Miteinander der Nachbarschaften. Die Vertrautheit zeigte sich zuerst im Magen: Brot, das an zu Hause erinnert, oft geröstet oder gebacken nach ähnlichen Rezepten wie das Roggen- oder Körnerbrot, das in den Kaffeehäusern und Handwerksbetrieben der alten Heimat gern genossen wurde. Dort, wo es früher in den deutschen und österreichischen Regionen Kastanien- oder Apfelstrudel gab, fand man heute in Bäckereien Pulversekte oder Kringel, die an die vertraute Süße erinnerten, doch mit regionalen Varianten angereichert waren. Ein weiteres vertrautes Element war die Musik. Die Wandlungen der Musiklandschaft in vielen deutschen Siedlungen brachten es mit sich, dass der Klang von Militärparaden, von Polka und Walzer, oft in offiziellen Veranstaltungen, Festen und Volksfesten zu hören war. Diese Mischung aus Heimatmusik und neuen Melodien machte die Umgebung zu einem vertrauten, aber doch neuen Ort.
Was das Alltagsleben betraf, fanden Deutsche und Österreicher in Nordamerika oft ähnliche, aber auch sehr unterschiedliche Strukturen der Nachbarschaft vor. Die traditionellen Hof- oder Haushaltsformen der Heimat, in denen Landwirtschaft, Handwerk und Familienbetriebe eng verbunden waren, wandelten sich in den Siedlungen zu einer Mischung aus ländlichem Flair und urbaner Infrastruktur. Die neu gegründeten Städte boten die Annehmlichkeiten einer modernen Gesellschaft – komfortable Häuser, geregelte Arbeitszeiten, Schulen, Kirchen – und doch blieb ein starkes Gemeinschaftsgefühl bestehen. Die Gemeindeleben entwickelten sich in sogenannten Heimwehgemeinden weiter: Vereine, in denen man in der Sprache der Heimat zurechtkam, in denen man gemeinsam kochte, musizierte, sich traf, um die Erinnerungen lebendig zu halten. Für Reisende heute bedeutet das: Wenn Sie in nordamerikanische Regionen reisen, in denen deutsche oder österreichische Siedler Geschichte geschrieben haben, begegnen Ihnen Straßennamen, Bauwerke, Kirchen und Vereine, die Geschichten aus der Heimat erzählen. Besuchen Sie lokale Museen, in denen Familienchroniken archiviert sind, oder nehmen Sie an einem deutschsprachigen Kirchen- oder Vereinsfest teil – Sie spüren förmlich, wie sich längst Vergangenes in Gegenwärtiges verwandelt. Besonders prägend waren Orte wie Milwaukee, Wisconsin, mit einer starken deutschen Zugehörigkeit, Cincinnati, Ohio, und Davenport, Iowa, mit historischen deutschsprachigen Gemeinschaften, sowie Toronto und Winnipeg in Kanada, wo sich bedeutende deutschsprachige Kulturtraditionen erhalten haben.
Eine weitere Region, die sich besonders reich an solcher Verbindung zeigt, ist Südamerika. Hier führten politische Umwälzungen, wirtschaftliche Lebensumstände und die Suche nach neuen Chancen viele Menschen aus dem deutschsprachigen Raum. Vergleicht man die deutschen und österreichischen Einwanderer in Regionen wie dem Süden Brasiliens, dem nördlichen Argentinien oder auch Teilen Paraguays, dann entdeckt man eine eindrucksvolle Mischung aus Vertrautem und Neuem. Vertraute Elemente zeigen sich in der Landschaft ebenso wie im kulinarischen Reichtum. In der südlichen brasilianischen Region des Serra Gaúcha, wo heute Städte wie Novo Hamburgo, Gramado und Canela prägende Orte deutscher Kultur sind, begegnet man einer Landschaft, die an bayerische Almwiesen erinnert, mit Bergen, Wäldern und klaren Flüssen. Die Architektur in den engen, malerischen Gassen der Städte erinnert an deutsche Bauernhäuser, mit Fachwerkstrukturen, Holzschnitzereien und grauen Ziegeldächern. Gleichzeitig mischt sich hier das Neue: kolumbierende Tropenpflanzen, exotische Früchte, lateinamerikanische Musik und die Wärme der Bewohnerinnen und Bewohner, die sich auf die Gäste offen und freundlich zugehen. Wer in Gramado oder Petrópolis durch die Straßencafés schlendert, erlebt zugleich deutschen Biergartenflair und brasilianische Leichtigkeit, die das Gemüt begeistert. In Argentinien zeigt sich diese Verbindung auf ganz andere Weise: die Regionen rund um der Pampa, die Städte wie Villa General Belgrano oder Santa Rosa, wo deutsche Schulen, Vereine und Festtraditionen gepflegt werden, tragen typisch deutsche Siedlungskultur in eine weite, offene Landschaft hinein. Die Küche wird von herzhaften Eintöpfen, Wurstspezialitäten und Brotvariationen geprägt, aber auch von feinem Mate-Tee und regionalem Fleisch, das nach argentinischer Art zubereitet wird. Wer diese Regionen bereist, entdeckt, wie zwei Welten sich ergännen: die Vertrautheit der Heimat in der Struktur des Alltags, die Wärme der dortigen Menschen, und die ständige Neuerung, die das Neuland bietet. Besonders prägend in Brasilien sind die Städte Brasília als Verwaltungszentrum mit historischer Migration, Porto Alegre, Blumenau und Joinville, die eine lebendige deutschstämmige Gemeinschaft tragen; in Argentinien prägen neben Villa General Belgrano auch Cordoba Stadt und Buenos Aires die deutschsprachige Kulturlandschaft.
Denn in viele dieser Regionen zogen nicht nur klassische Siedler, sondern auch Handwerker, Künstler und Forscher. In Kanada beispielsweise finden sich Siedlungen, in denen deutschsprachige Familien das öffentliche Leben stark beeinflussten. Die Siedlungswege führten zu Regionen reich an Seen, Flüssen und Gebirgslandschaften. Hier begegnet man der Vertrautheit von österreichischen Kaffeehäusern, in denen man sich bei einem Stück Apfelstrudel oder Honigkuchen dem Duft des Kaffees hingibt, während im Hintergrund eine Mundharmonika klingt. Gleichzeitig eröffnet das Land Kanadas neue Horizonte: endlose Wälder, imposante Bergketten, klare Seen, in denen man schwimmen, paddleboarden oder kajakfahren kann. Die Natur selbst wird zu einer Quelle der Verheißung. Die Menschen dort leben offen, freundlich und hilfsbereit, und so wird Wanderern schnell klar, dass kulturelle Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung betrachtet werden. Besonders prägende Orte waren Toronto und Montréal mit lebendigen deutschsprachigen Communities, Winnipeg in Manitoba, sowie Saskatoon in Saskatchewan, wo deutsche und österreichische Traditionen in Festivals, Museen und Kirchen lebendig bleiben.
Noch weiter südlich in Australien und Neuseeland entdeckten Deutsche und Österreicher eine völlig neue Art von Freiheit. Das Meer, die weiten Prärien, die mächtigen Gebirge – all dies bot neue Perspektiven auf das Leben. Die australischen Städte, die an das Mitteleuropa erinnerten, zeigten sich im Alltag in einer besonderen Mischung aus Ordnung und Abenteuer. Die Vertrautheit zeigte sich in der Sitte, Ordnung zu schätzen, in der Wertlegung auf Pünktlichkeit und Sauberkeit, und in der Liebe zu gutem Wein und deftigem Essen. Doch der neue Kontinent bot weite, unberührte Landschaften, die zu Expeditionen einluden. Das Great Barrier Reef, die Otway Ranges, das Outback – all das rief den Entdeckergeist in den Einwanderern wach. Für Reisende heute bedeutet das: Wer sich für die Geschichte deutschsprachiger Auswanderer interessiert, kann in Australien nicht nur Städte, sondern auch Naturwunder erleben, die die Seele berühren. In Neuseeland entfaltet sich die deutschsprachige Spur vor allem in Regionen wie der Kupferdämmer-Zone im Süden oder in ländlichen Tälern, in denen Fachwerkhäuser und traditionelle Gärten ein europäisches Flair verbreiten. Gleichzeitig bietet Neuseeland spektakuläre Landschaften, Wanderwege, Fjorde und Küstenabschnitte, die zu außergewöhnlichen Begegnungen mit der Natur einladen. Wichtige Städte mit bedeutender deutscher und österreichischer Auswanderung sind Melbourne und Sydney in Australien sowie Christchurch und Dunedin in Neuseeland, die von historischen Gemeinschaften geprägt sind.
In Europa selbst gibt es Regionen, die durch Auswanderung ebenfalls geprägt wurden. Die deutsche Ostseeküste, so erstaunlich es klingt, war ein Ort, an dem Deutsche, Österreicher und Dänen miteinander lebten, Handel trieben und sich kulturell austauschten. Die Hafenstädte Roßlau, Stralsund, Rostock – sie waren nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Brücken. Die Vertrautheit kam hier durch Sprache, Bräuche, Musik und Küche; die Neugier durch das neue Meer, die fremden Handelspartner und architektonische Stile, die man in der Altstadt bewundern konnte. Wer heute eine Reise dorthin unternimmt, erlebt den Duft von Meer und Seeluft, während man die historischen Gebäude betrachtet, in denen sich Geschichten von Handelsreisenden, Seefahrern und Familienverbänden erzählen. Und während man die Gassen entlanggeht, entdeckt man immer wieder kleine Restaurants, in denen Brotzeit, deftige Fischgerichte, Kohlgerichte und süße Kuchen aufeinanderprallen – zwei Welten, die sich in einem geschmackvollen Mosaik vereinen. Bedeutende Städte an dieser Küste, in denen sich deutliche Spuren deutschsprachiger Migration zeigen, sind Stralsund, Rostock, Kiel und Lübeck, ergänzt durch die hansestädtischen Impulse in Hamburg und Bremen.
In Osteuropa wiederum gibt es Regionen, in denen deutschsprachige Migration eine lange Geschichte hat. In Teilen der heutigen Tschechischen Republik, Polens, Ungarns oder Rumäniens traf man auf Ortschaften, in denen das Deutsche als eine feste kulturelle Größe präsent war. Die Häuser tragen stilistische Reminiszenzen an deutsche Architekturstile, die Kirchen erzählen von einer Zeit, in der die Sprache der Heimat in den Predigten gehört wurde. Zugleich eröffnet sich dem Reisenden hier die Chance, andere Sprachen zu hören, andere Bräuche zu erleben, die Gottesdienste in einer Mischung aus sakraler Musik und betonter Standhaftigkeit der Menschen begreifen zu lernen. Die Speisen liegen irgendwo zwischen dem Weizenbrot der Heimat, dem Sauerteig, der in jeder Region anders schmeckt, und regionaltypischen Gerichten, die neue Aromen hervorrufen. Eine Reise in diese Regionen bietet die Möglichkeit, die Geschichten von Menschen kennenzulernen, die Brückenbauer waren: zwischen dem Alten und dem Neuen, zwischen Sprachen, die miteinander verwoben sind, und zwischen Kulturen, die sich gegenseitig herausfordern und bereichern. Bedeutende Zentren mit deutlichen deutschsprachigen Einflüssen sind Prag und Brünn in Tschechien, Krakau in Polen, Budapest in Ungarn sowie der Raum Bukarest in Rumänien, wo sich deutschsprachige Gemeinden und Schulen über Jahre hinweg etabliert haben.
Warum ist es heute lohnenswert, Reisen in Regionen zu planen, in denen Deutsche und Österreicher einst ausgewandert sind? Zum einen liefern diese Regionen reichhaltige, bewegende Geschichten, die sich in Museen, Kirchen, Archiven, Denkmälern und Landschaften manifestieren. Die Siedlungen erzählen von Träumen, die man in einer fremden Welt zu verwirklichen suchte, und von den Mühen, die nötig waren, um den Alltag zu bewältigen. Die Architektur, die Speisen, die Musik – all dies ist eine Zeitreise, die unmittelbar Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet. Zum anderen bieten diese Regionen heute oft ein besonders intensives Natur- und Kulturangebot. Ebenfalls wichtig ist die Begegnung mit Menschen, die ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben: Einheimische, die die Geschichte kennen, deutsche oder österreichische Nachfahren, die in Vereinen oder Kirchen zusammenkommen, und natürlich Reisende, die neugierig sind, den Spuren der Vergangenheit zu folgen. All dies macht eine Reise zu einem Erlebnis, das mehr bietet als bloße Bilder: Es bietet Verständnis, Empathie und Inspiration.
Bei der Planung einer Reise in diese Regionen sollten Sie einige Dinge beachten. Zunächst lohnt es sich, sich vorab mit der Geschichte der jeweiligen Region vertraut zu machen. Ein gutes Verständnis der historischen Migrationen macht den Besuch im Museum, in der historischen Altstadt oder in der lokalen Bibliothek zu einem viel tieferen Erlebnis. Zweitens sollten Sie den Ort nicht nur als Ort der Geschichte betrachten, sondern auch als lebendige Gegenwart. Viele dieser Regionen haben sich in der Gegenwart zu lebendigen Zentren entwickelt, mit modernen Infrastrukturen, Kunst- und Kulturveranstaltungen, regionalen Weinen, Bieren und Küchen. Planen Sie daher auch Zeit für spontane Entdeckungen ein: kleine Biergärten, lokale Märkte, Musikabende oder Theateraufführungen. Drittens lohnt es sich, mit der Sprache vertraut zu werden – auch ein paar Worte Deutsch oder Österreichisch in einem Auslandsgästeort eröffnen oft Türen. Die Einheimischen schätzen es, wenn Besucherinnen und Besucher Interesse an ihrer Kultur zeigen und bereit sind, sich auf Gespräche einzulassen.
Wenn Sie eine Reise in diese Regionen planen, kann eine sinnvolle Herangehensweise sein:
- Wählen Sie eine Region, die Sie besonders interessiert. Vielleicht reizt Sie das nördliche Nordamerika mit den historischen Städten und Seen, oder Sie fühlen sich von Südamerika und Brasilien angezogen, wo europäische Kultur auf tropische Lebensfreude trifft. Oder Sie bevorzugen Europa, wo die Spuren deutschsprachiger Migration in vielerlei Formen sichtbar sind.
- Bauen Sie Stationen rund um vertraute und neu erlebte Dinge: Beginnen Sie mit einer historischen Stadt, besichtigen Sie Museen, Kirchen, Denkmäler, und folgen Sie anschließend der Natur oder der Musik, dem Essen oder den Märkten.
- Suchen Sie lokale Gastgeberinnen und Gastgeber, Vereine, Kirchen oder Kulturzentren, die Führungen anbieten und Geschichten erzählen. Oft können Sie dort persönliche Anekdoten hören, die man in Reiseführern nicht findet.
- Probieren Sie lokale Spezialitäten in Kombination mit vertrauten Gerichten aus der Heimat. Sie werden überrascht sein, wie sehr sich die Aromen ergänzen: So verbinden sich herzhafte Wurstsorten, Brote, Sauerkraut und Brotzeiten mit regionalen Einflüssen. Ebenso wird der Kaffee in Kaffeehäusern zu einer Reise in die Vergangenheit, während moderne Interpretationen neue Geschmacksrichtungen vorstellen.
- Planen Sie Zeit für spontane Entdeckungen ein. Ein kleiner Nebenweg kann zu einem besonders eindrucksvollen Ort führen, sei es eine versteckte Kapelle, ein schöner Aussichtspunkt oder ein malerischer Markt.
Wenn Sie den Blick über die Grenzen hinweg richten, erkennen Sie, wie reich diese Regionen sind. Sie erzählen von Heimweh, Hoffnung, Gemeinschaft, Wandel. Es ist die Mischung aus Vertrautheit und Neuem, die diese Regionen so eindrucksvoll macht. Die heutige Reise ist daher nicht nur eine Reise zu Sehenswürdigkeiten, sondern eine Reise zu Geschichten, die das menschliche Streben widerspiegeln: Die Sehnsucht nach Sicherheit, die Suche nach Lebensqualität, der Drang, Neues zu erkunden, und die Bereitschaft, Brücken zu bauen.
Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Ferne Heimat:
USA:
Milwaukee, Wisconsin, Cincinnati, Ohio, Davenport und Iowa
Toronto, Montréal, Winnipeg, Manitoba, Saskatoon und Saskatchewan
Südamerika:
Brasília, Porto Alegre, Blumenau, Joinville,
Villa General Belgrano, Cordoba Stadt,
Buenos Aires
Melbourne, Sydney
Christchurch, Dunedin
Afrika:
Dies alles sind nur einige Beispiele, denn es gibt noch viele mehr. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Österreich und Ungarn Eine lange gemeinsame Vergangenheit

Österreich und Ungarn – zwei Länder, die eine lange und bewegte Geschichte teilen. Diese historische Verbundenheit reicht bis ins Mittelalter zurück, als die beiden Länder Teil der Habsburgermonarchie waren. Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, die von 1867 bis 1918 existierte, brachte nicht nur politische Zusammenarbeit, sondern auch einen kulturellen Austausch, der bis heute spürbar ist. Von der Architektur in Budapest, die oft an die prunkvollen Bauten Wiens erinnert, bis hin zur gemeinsamen kulinarischen Tradition – die Einflüsse sind überall sichtbar. Wenn du nach Ungarn reist, wirst du von der herzlichen Gastfreundschaft der Ungarn begeistert sein. Ein absolutes Muss ist ein Besuch in Budapest, der pulsierenden Hauptstadt. Hier kannst du die beeindruckende Kettenbrücke über die Donau bewundern, die das historische Buda mit dem lebhaften Pest verbindet. Die Burg von Buda, ein UNESCO-Weltkulturerbe, bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und ist ein perfekter Ort, um in die Geschichte einzutauchen. Aber vergiss nicht, auch die berühmten Thermalbäder zu besuchen! Das Széchenyi-Bad ist eines der größten und bekanntesten der Stadt und lädt zu entspannenden Stunden ein. Die ungarische Küche ist ein weiteres Highlight deiner Reise. Gerichte wie Gulasch, Langos und die süßen Köstlichkeiten wie Dobostorte sind nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern erzählen auch von der gemeinsamen Geschichte beider Länder. Bei einem Besuch in einem traditionellen Restaurant kannst du die ungarische Lebensart hautnah erleben und dich von der Vielfalt der Aromen verzaubern lassen. Ein Ausflug in die ungarische Puszta, die weiten, flachen Steppen, ist ein weiteres Abenteuer, das du dir nicht entgehen lassen solltest. Hier kannst du die traditionelle ungarische Reitkunst bewundern und die atemberaubende Natur genießen. Die ungarische Folklore, die in bunten Trachten und lebhaften Tänzen zum Ausdruck kommt, wird dir ein Gefühl für die kulturelle Tiefe des Landes vermitteln. Und was ist mit der ungarischen Weinkultur? Die Weinregionen wie Tokaj und Eger laden dazu ein, die köstlichen Weine zu probieren, die ein wichtiger Teil der ungarischen Identität sind. Ein Besuch in einem Weingut kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, bei dem du nicht nur die Weine, sondern auch die herzliche Atmosphäre genießen kannst. Die Verbindung zwischen Österreich und Ungarn ist nicht nur historisch, sondern auch emotional. Beide Länder haben sich gegenseitig inspiriert und geprägt, und das spiegelt sich in der Kultur, der Architektur und der Lebensweise wider. Eine Reise nach Ungarn ist eine Reise durch die Zeit, die dir die Möglichkeit gibt, die Wurzeln der gemeinsamen Geschichte zu entdecken und gleichzeitig die moderne, lebendige Kultur zu genießen. Pack deine Koffer und lass dich von Ungarn verzaubern – es wartet auf dich!

